
Der heimische Aktienmarkt verzeichnete heute (5. August) einen negativen Trend, der die globalen Schwankungen widerspiegelte. In Japan erlebte der Nikkei-Index seinen schwächsten Tag seit fast vier Jahrzehnten und büßte alle Gewinne vom Jahresbeginn ein. In Südkorea wurde der Handel mit dem Kospi-Index aufgrund eines starken Kursverfalls vorübergehend ausgesetzt. Die Sorge vor einer möglichen Rezession in den USA veranlasste Anleger zum Verkauf ihrer Aktien und setzte die US-Notenbank unter Druck, die Zinsen rasch zu senken, um das Wachstum zu stützen.
An der HOSE-Börse schloss der VN-Index bei 1.188,07 Punkten, ein deutlicher Rückgang um 48,53 Punkte bzw. 3,92 %. Keine einzige Aktie im VN30-Index konnte sich über dem Referenzniveau halten. Die elektronische Anzeigetafel war überwiegend grün (was auf steigende Kurse hindeutet).
Analystin Nguyen Phuong Nga von Vietcombank Securities Company stellt fest, dass die meisten Indikatoren einen Abwärtstrend aufweisen. Der steigende DI- und ADX-Wert deutet darauf hin, dass der Markt weiterhin unter starkem Verkaufsdruck steht und noch keine Anzeichen einer Bodenbildung zeigt. Die zunehmenden Margin Calls mehrerer Konten belasten den Markt ebenfalls negativ. Der VN-Index könnte sich erholen, sobald er die starke Unterstützungszone um 1.180 Punkte erreicht.
Analyst Nguyen Le Nguyen Vi von DSC Securities erklärte, der VN -Index sei auf die untere Begrenzung einer breiten Seitwärtsbewegung zurückgefallen. Bei einem rein stimmungsbedingten Rückgang wie diesem sei es schwer zu beurteilen, ob das alte Unterstützungsniveau tatsächlich verlässlich sei. Sollte der Markt bis zum Ende der Woche um dieses Niveau nicht weiter fallen, würde die Marke von 1.170–1.180 Punkten eine starke Unterstützungszone darstellen.
„Bei Kursverlusten wie heute ist der innere Wert von größter Bedeutung, insbesondere bei Aktien großer Unternehmen, die hohe Kapitalzuflüsse verzeichnen. Kurzfristig orientierte Anleger sollten Panikverkäufe vermeiden und ihr Fremdkapital proaktiv reduzieren, indem sie nur noch mit ihrem ursprünglichen Kapital gekaufte Portfolios halten. Langfristig orientierte Anleger sollten bei fallenden Kursen schrittweise nachkaufen und dabei Aktien großer Unternehmen und führende Aktien priorisieren“, so der Experte.
Im breiteren Kontext des August zeichnet sich ein vollständigeres Bild der Gewinne börsennotierter Unternehmen im zweiten Quartal ab, das positive Anzeichen zeigt. Statistiken prognostizieren einen Anstieg von rund 25,6 % gegenüber dem Vorjahresquartal und von 12,8 % gegenüber dem Vorquartal. Experten der Rong Viet Securities Company (VDSC) sehen positive Marktfaktoren für die kommende Zeit unter anderem in der Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der vietnamesischen Zentralbank (Fed) im September. Dies würde den Druck auf den Wechselkurs und den Abzug ausländischer Nettoinvestitionen verringern. Die gesamtwirtschaftliche Lage erholt sich weiter, und die Exportaktivitäten entwickeln sich positiv. Maßnahmen wie die Senkung der Mehrwertsteuer und die Erhöhung des Grundgehalts im öffentlichen Dienst könnten die Konsumnachfrage ankurbeln.
„Mit Gewinnwachstum im zweiten Quartal und positiven Aussichten für die kommenden Quartale liegt das geschätzte KGV des VN-Index im Jahr 2024 bei 11,7 und ist damit relativ attraktiv, da es unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre von 13,7 liegt. Potenzielle Anlageportfolios im August 2024 werden bevorzugt Unternehmen mit erwartetem starkem Geschäftswachstum in der zweiten Jahreshälfte 2024, angemessener Bewertung oder solche aus Sektoren, die von wirtschaftlichen Fördermaßnahmen profitieren, umfassen“, so die Einschätzung von VDSC.
Quelle: https://laodong.vn/kinh-doanh/vn-index-chua-thay-tin-hieu-cham-day-sau-khi-thung-moc-1200-1376317.ldo







