Yan Mei ist Chinesin und Britin; die beiden leben derzeit in den Vereinigten Staaten. Ihre Familie hat schon in vielen Ländern der Welt gelebt, fühlt sich aber New York City am meisten verbunden.
Da Yan Mei sowohl in östlichen als auch in westlichen Kulturen gelebt und gearbeitet hat, bemerkte sie einige Unterschiede in den Erziehungsstilen zwischen den beiden Kulturen.

Die Autorin Yan Mei mit ihrem Sohn (Foto: Business Insider).
Zunächst war Yan erstaunt darüber, wie enthusiastisch Eltern in vielen westlichen Ländern ihre Kinder bei alltäglichen Aktivitäten mit Sätzen wie „Du bist so gut“, „Du bist fantastisch“, „Wir sind so stolz auf dich“ anfeuerten…
Yan Mei teilt die Ansicht vieler Eltern aus Ostasien, dass Bescheidenheit den Wert der Entwicklung fördert. Sie glauben, dass Bescheidenheit Fortschritt und nachhaltige Entwicklung ermöglicht. Übermäßiges Lob hingegen kann zu Selbstzufriedenheit führen und die Entwicklung hemmen. Anstatt ihre Kinder mit Lob zu überschütten, ermutigen sie sie daher oft, sich mehr anzustrengen.
Yan Mei gewann ein besseres Verständnis für das westliche Elterndenken, nachdem sie Amanda Ripleys Buch „Die klügsten Kinder der Welt und wie sie so geworden sind“ gelesen hatte.
In dem Buch erklärt die Autorin Ripley, dass Bildungsexperten in vielen westlichen Ländern seit den 1980er und 1990er Jahren die Bedeutung der Förderung des Selbstvertrauens von Kindern durch ständige Ermutigung und Motivation betont haben.
Seitdem hat sich die Familien- und Schulerziehung in vielen westlichen Ländern dahingehend entwickelt, dass die Anstrengungen der Kinder ständig gelobt werden, um positive Fortschritte zu fördern.

Eltern im Osten der USA legen großen Wert auf Bescheidenheit und loben ihre Kinder selten übermäßig (Foto: Penn Today).
Darüber hinaus legen westliche Eltern großen Wert auf die Freundschaften und sozialen Kontakte ihrer Kinder schon früh. Sie beeinflussen das soziale Umfeld ihrer Kinder bereits bei der Schulwahl und organisieren gemeinsam mit anderen Eltern Freizeitaktivitäten und andere Veranstaltungen.
Westliche Eltern legen großen Wert darauf, dass ihre Kinder frühzeitig Kommunikationsfähigkeiten entwickeln, Freundschaften schließen und tragfähige Beziehungen aufbauen. Sie betrachten dies als erste Schritte, um soziale Interaktionsfähigkeiten zu üben und ihren sozialen Kreis später zu erweitern.
Psychologen bestätigen zudem, dass soziale Interaktionsfähigkeiten trainiert und im Laufe der Zeit verbessert werden können. Wer schon früh lernt, zu kommunizieren und Kontakte zu knüpfen, profitiert später im Leben in vielerlei Hinsicht von seinen sozialen Kompetenzen.
Quelle: https://dantri.com.vn/giao-duc/su-khac-biet-trong-cach-nuoi-con-cua-cha-me-phuong-dong-va-phuong-tay-20240810103848350.htm







