Neue Regelungen zur Sanierung alter Wohngebäude: Vielfältige Entschädigungsmöglichkeiten zur Sicherung der Rechte der Bewohner.
Artikel 28 des Dekrets 98/2024/ND-CP über die Sanierung und den Wiederaufbau von Mehrfamilienhäusern, das am 1. August 2024 in Kraft trat, beschreibt verschiedene Entschädigungsmöglichkeiten für die Sanierung alter Mehrfamilienhäuser mit dem Ziel, die Rechte der Bewohner zu schützen.
Für Haushalte im ersten Stock wird den Eigentümern eine Ersatzwohnung mit einer Fläche zugesprochen, die dem Ein- bis Zweifachen der Nutzfläche der abgerissenen Wohnung entspricht. Dies ist eine der Bestimmungen in Artikel 28 des Dekrets 98/2024/ND-CP über die Sanierung und den Wiederaufbau von Mehrfamilienhäusern, das am 1. August 2024 in Kraft trat.
Darüber hinaus stellt das Dekret klar, dass, wenn der Eigentümer einer Erdgeschosswohnung einen Teil seiner Wohnung zu gewerblichen Zwecken nutzt, er im Falle einer Umsiedlung berechtigt ist, die entsprechende Gewerbe- und Servicefläche im neuen Projekt zu kaufen oder zu mieten.
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| Interessenkonflikte zwischen den Beteiligten sind der Grund dafür, dass die Sanierung und der Wiederaufbau von Wohngebäuden und Wohnanlagen nur langsam voranschreiten. Foto: Le Toan |
Bei Wohnungen ab dem zweiten Stockwerk erhalten die Eigentümer eine Entschädigung in Höhe des 1- bis 1,5-Fachen der nutzbaren Fläche der abgerissenen Wohnung.
Ist die Fläche der Ersatzwohnung größer als die Fläche der entschädigten Wohnung, muss der Wohnungseigentümer die Differenz ausgleichen. Ist die Ersatzwohnung hingegen kleiner als die entschädigte Wohnung, muss der Bauträger dem Eigentümer die Flächendifferenz erstatten.
Demnach entspricht die Wertdifferenz der Differenz der Fläche multipliziert mit dem vom Provinzvolkskomitee festgelegten Preis für neu gebaute Wohnungen.
Wenn der Hausbesitzer nicht umziehen möchte, wird die Entschädigung auf Basis des Verkaufspreises der vom Bauträger vorgeschlagenen Ersatzwohnung in bar ausgezahlt.
Personen, die eine Sozialwohnung kaufen oder mieten möchten und die Anspruchsvoraussetzungen für dieses Segment erfüllen, erhalten eine solche Wohnung gemäß den gesetzlichen Bestimmungen.
Wird die Wohnung als Sicherheit für ein Kreditinstitut verwendet, so erfolgt die Abwicklung der Umsiedlungswohnung nach dem Wiederaufbau bzw. die Abwicklung der Entschädigungszahlungen gemäß den Bestimmungen des Zivilrechts.
In älteren Wohnanlagen erweitern viele Eigentümer ihre Wohnfläche häufig, um das Doppelte oder sogar Dreifache der im Grundbuch eingetragenen Fläche zu erreichen. Beim Verkauf wird die erweiterte Fläche in den Preis eingerechnet. Die Regierung berechnet Entschädigungen und Umsiedlungsleistungen jedoch ausschließlich auf Grundlage der im Grundbuch eingetragenen Fläche.
Dies ist in Artikel 28 des Dekrets 98/2024/ND-CP eindeutig festgelegt. Demnach wird die nutzbare Fläche einer Wohnung anhand von Dokumenten ermittelt, die die Nutzungsrechte am Grundstück und das Eigentum an den mit dem Grundstück verbundenen Vermögenswerten über verschiedene Zeiträume hinweg belegen, oder durch Erfüllung der gesetzlich vorgeschriebenen Bedingungen für den Erhalt einer solchen Bescheinigung.
Laut Bauministerium gibt es landesweit derzeit über 2.500 alte Wohngebäude und Mehrfamilienhäuser. Hanoi weist mit fast 1.600 Anlagen die größte Anzahl auf, die meisten davon wurden zwischen 1960 und 1992 errichtet. Allerdings wurden weniger als 2 % aller alten Wohngebäude in der Hauptstadt saniert. Ähnlich verhält es sich in Ho-Chi-Minh-Stadt, wo der Anteil sanierter Gebäude nur etwa 1 % beträgt.
Laut Experten liegt der Grund für das langsame Tempo der Instandsetzung und Sanierung alter Wohngebäude und Wohnanlagen im Fehlen spezifischer Richtlinien in der Vergangenheit, die einen Interessenausgleich zwischen allen Beteiligten, einschließlich Regierung, Bewohnern und Investoren, hätten gewährleisten sollen.
Le Hoang Chau, Vorsitzender des Immobilienverbands von Ho-Chi-Minh-Stadt, kommentierte das Dekret 98/2024/ND-CP und erklärte, der aktuelle Mechanismus sei deutlich attraktiver als zuvor. Die Regelungen zu Entschädigung und Förderung der Sanierung und des Wiederaufbaus alter Wohngebäude seien nun gerechter für Eigentümer und Investoren in Sanierungs- und Wiederaufbauprojekten.
Mit dem Dekret 98/2024/ND-CP sollen Hindernisse und Interessenkonflikte zwischen den Parteien erfolgreich beigelegt werden. Dies wird die Sanierung und den Wiederaufbau alter Wohngebäude und Mehrfamilienhäuser beschleunigen und so zur Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner und zur Verschönerung des Stadtbildes beitragen.
Quelle: https://baodautu.vn/batdongsan/diem-moi-quy-dinh-cai-tao-chung-cu-cu-nhieu-phuong-an-boi-thuong-dam-bao-quyen-loi-nguoi-dan-d221759.html








