Meta, das Unternehmen hinter den Social-Media-Plattformen Facebook und Instagram, sieht sich weiterhin mit Vorwürfen konfrontiert, Werbung zu schalten, die Nutzer auf Online-Marktplätze weiterleitet, um dort illegale Drogen und andere verbotene Substanzen (zusammenfassend als verbotene Substanzen bezeichnet) zu erwerben. Dies geschieht im Zuge laufender Ermittlungen gegen Meta in den Vereinigten Staaten.

Laut dem Wall Street Journal (WSJ) profitiert Meta weiterhin von Werbung, die gegen die eigenen Richtlinien zum Verbot der Werbung für illegale Drogen verstößt. Eine WSJ-Recherche im Juli deckte auf, dass Hunderte von Marketing- und Werbebeiträgen für illegale Substanzen wie Kokain und Opioide weiterhin auf Facebook und Instagram erschienen. Diese Anzeigen zeigten Bilder von Ampullen mit verschreibungspflichtigen Medikamenten, Pillen, Kokain oder Bilder mit gleichzeitigen Bestellaufrufen. Seit März ermitteln die US-Bundesbehörden gegen Meta wegen dessen Rolle im Drogenhandel.
Die gemeinnützige Technology Transparency Agency (TTP), die Online-Plattformen untersucht, überprüfte Metas Werbebibliothek von März bis Juni und entdeckte über 450 Anzeigen für illegale Drogen auf Facebook und Instagram. Katie Paul, Direktorin der TTP, erklärte, dass Nutzer gefährliche Drogen direkt auf Facebook kaufen und verkaufen oder sogar Betrug begehen können, ohne Darknet-Seiten nutzen zu müssen. Mikayla Brown, eine der betroffenen Mütter, ist überzeugt, dass Meta für den Drogentod ihres Kindes verantwortlich ist.
Ihr Sohn Elijah Ott, 15, ein Schüler aus Kalifornien, starb im September 2023. Eine Autopsie ergab, dass bei Ott eine hohe Konzentration von Fentanyl festgestellt wurde, was als Todesursache identifiziert wurde. Frau Brown fand außerdem Nachrichten auf dem Handy ihres Sohnes, die zu einem Instagram-Konto führten, über das illegale Drogen verkauft wurden. In einigen Fällen verlinken Anzeigen auf Facebook und Instagram zu privaten Gruppenchats im verschlüsselten Messengerdienst WhatsApp von Meta, wodurch es Süchtigen erleichtert wird, illegale Substanzen zu erwerben. US-amerikanische Abgeordnete haben die Notwendigkeit diskutiert, Technologieunternehmen für die Inhalte, die Dritte auf ihren Plattformen veröffentlichen, zur Rechenschaft zu ziehen.
Das US- Justizministerium hat den Anwendungsbereich der Bundesdrogengesetze erweitert, um Internetplattformen zur Rechenschaft zu ziehen, wenn Unternehmen, die diese Plattformen nutzen, gegen das Gesetz verstoßen. Bei einer Anhörung im Senat im Januar argumentierten mehrere Eltern, dass Meta und andere Social-Media-Unternehmen für den Tod ihrer Kinder verantwortlich gemacht werden sollten. Meta entgegnete diesen Vorwürfen, dass man künstliche Intelligenz (KI) zur Moderation von Werbeinhalten auf Facebook und Instagram einsetze. Die bestehenden Tools seien jedoch noch nicht in der Lage, Werbung für illegale Substanzen zu verhindern, und diese Werbung leite Nutzer häufig auf andere Plattformen weiter, wo sie Käufe tätigen könnten.
Ein Unternehmenssprecher erklärte, Meta arbeite mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen, um diese Art von Aktivitäten zu bekämpfen. Die Teams für Inhaltsmoderation des Unternehmens seien aufgrund von Personalabbau in den letzten Jahren überlastet. Meta habe den Opfern der tragischen Folgen von Drogenkonsum sein Beileid ausgesprochen und die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zur Prävention illegaler Substanzen anerkannt.
Khan Minh
Quelle: https://www.sggp.org.vn/mang-xa-hoi-bi-cao-buoc-quang-cao-chat-cam-post752172.html







