Anfang Juli veröffentlichten das Ministerium für Öffentliche Sicherheit und die Cyberspace-Administration Chinas einen Verordnungsentwurf zur „Nationalen Cyber-ID-Authentifizierung“.
Neuere Anwendungen ermöglichen die Verwendung von virtuellen Identitäten (IDs), die von diesem System generiert werden, zur Registrierung und Anmeldung bei Benutzerkonten. Die Regulierungsbehörde plant, bis zum 25. August öffentliches Feedback einzuholen.

In dem Verordnungsentwurf heißt es, dass die Überprüfung der Netzwerk-ID darauf abzielt, „die übermäßige Erfassung und Speicherung personenbezogener Daten von Bürgern durch Internetplattformen zu reduzieren, wenn Benutzer sich mit ihren echten Namen registrieren müssen.“
Demnach können sich chinesische Internetnutzer „freiwillig“ für virtuelle IDs registrieren, um ihre Identität online zu verifizieren, ohne sensible persönliche Daten wie ihre nationale Ausweisnummer an die Plattformen weiterzugeben.
Der Prozess zur Beantragung eines virtuellen Ausweises beinhaltet die Verwendung einer speziellen Anwendung zum Einlesen eines physischen Ausweises, zur Durchführung einer Gesichtserkennung, zur Verknüpfung mit einer registrierten Telefonnummer in China und zur Generierung eines achtstelligen Passworts.
Neben Personalausweisen können Antragsteller für virtuelle Ausweise auch Dokumente wie Reisepässe, Reisedokumente und Daueraufenthaltsgenehmigungen für ausländische Staatsbürger, die in Festlandchina leben und arbeiten, verwenden.
SMCP berichtet, dass beliebte Anwendungen wie die Bildbearbeitungsplattform Meitu sowie Shopbetreiber-Terminals auf Alibabas Taobao und Tmall, Meituan und Douyin von ByteDance eine neue Anmeldeoption für virtuelle IDs hinzugefügt haben.
Zuvor hatten auch Tencent und Alibaba Richtlinien eingeführt, die Nutzer zur Identitätsprüfung verpflichteten, wenn auf ihren Konten „ungewöhnliche“ Aktivitäten festgestellt wurden. Tencent ist Eigentümer der Super-App WeChat mit über 1,3 Milliarden monatlich aktiven Nutzern (MAU), während Alibabas Taobao ebenfalls über 887 Millionen MAU verzeichnet.
Shen Kui, ein Rechtsprofessor an der Peking-Universität, erklärte, eine einheitliche Netzwerk-ID würde den Authentifizierungsprozess bei Online-Transaktionen vereinfachen und das Missbrauchspotenzial persönlicher Daten verringern. Der Nachteil bestehe jedoch darin, dass dadurch ein zentralisiertes Überwachungssystem entstünde, das die Online-Aktivitäten einer Person umfassend verfolgen und analysieren könnte.
(Laut SCMP)

Quelle: https://vietnamnet.vn/hon-50-ung-dung-pho-bien-tai-trung-quoc-thu-nghiem-xac-thuc-danh-tinh-ao-2307840.html







