
ITN-Illustration.
Am 21. Juli 2022 veröffentlichte das Ministerium für Bildung und Ausbildung das offizielle Schreiben 3175/BGDĐT-GDTrH, das die Reform der Lehrmethoden und der Leistungsbewertung im Fach Literatur an allgemeinbildenden Schulen regelt.
Ein besonders wichtiger Aspekt dieses Dokuments ist die Vorgabe, bereits in Lehrbüchern behandelte Texte nicht als Grundlage für Leseverständnis- und Schreibtests in Semester-, Jahres- und Leistungsabschlussprüfungen zu verwenden. Ziel ist es, die Fähigkeiten der Studierenden präzise zu erfassen und dem Problem entgegenzuwirken, dass sie Inhalte lediglich auswendig lernen oder aus bereits vorhandenen Materialien kopieren.
Gemäß dem offiziellen Schreiben 3175/BGDĐT-GDTrH betont das Ministerium für Bildung und Ausbildung weiterhin die Umsetzung der Aufgaben für die akademischen Jahre 2022-2023, 2023-2024 und 2024-2025.
Tatsächlich wurde die Praxis, nicht im Lehrbuch enthaltene Materialien in Prüfungsfragen zu verwenden, bereits früh, lange vor der Veröffentlichung des Rundschreibens 3175, eingeführt. Um insbesondere das Auswendiglernen und die Verwendung von Musteraufsätzen einzuschränken, waren die Leseverständnistexte in der nationalen Hochschulreifeprüfung (ab 2020: Hochschulreifeprüfung) nicht im Lehrbuch enthalten; die Frage zum gesellschaftskritischen Essay förderte die persönliche Perspektive des Verfassers und durfte nicht aus einem Musteraufsatz kopiert werden.
Obwohl es derzeit nur bei Abschlussprüfungen an Gymnasien verwendet wird und noch nicht weit verbreitet in der Schulbewertung eingesetzt wird, ist dies ein notwendiger und wichtiger Zwischenschritt, um Überraschungen und Verwirrung bei der offiziellen Einführung zu vermeiden.
Erst nach Erlass des Rundschreibens 3175 setzten die weiterführenden Schulen offiziell die Richtlinie um, für die Literaturprüfungen keine Lehrbücher mehr zu verwenden. Nach zwei Jahren der Umsetzung zeigten sich positive Veränderungen sowohl bei den Lehrkräften als auch bei den Schülern: Die Lehrmethode des Auswendiglernens und Abschreibens, das Phänomen der Musteraufsätze sowie die gezielte Förderung der Fähigkeiten und Kompetenzen der Schüler wurden deutlich verbessert. Die Lehrkräfte konnten ihre fachlichen Kompetenzen durch Fortbildungen, praktische Erfahrungen bei der Erstellung von Prüfungsfragen gemäß den neuen Anforderungen und innovative Lehrmethoden weiterentwickeln.
Die Umsetzung dieser neuen Anforderung birgt jedoch weiterhin Schwierigkeiten, insbesondere im Hinblick auf die Gestaltung von Prüfungen und Tests. Neben hervorragenden und kreativen Essaythemen weisen viele Prüfungsfragen nach wie vor Fehler auf, vor allem bei der Themenauswahl.
Häufige Probleme sind unzureichende Inhalte, mangelnder künstlerischer Wert, unzureichende sprachliche Standards und fehlende Kreativität; unangemessene Länge, wobei manche Materialien übermäßig lang sind; Materialien, die nicht dem vorgegebenen Programmtyp/Genre entsprechen; und Materialien, die für die Lernenden ungeeignet sind. Unzureichende Materialien führen zu Fragen und Anforderungen, die nicht so gut oder effektiv sind wie erwartet.
Ab 2025 wird die Abschlussprüfung der Sekundarstufe II strikt nach der Vorgabe ablaufen, dass keine Inhalte aus Lehrbüchern verwendet werden dürfen. Dementsprechend werden sowohl im Leseverständnis als auch im literarischen Analyseteil neue Texte behandelt. Damit entfällt die Situation, in der sich die Prüfung viele Jahre lang lediglich auf einige wenige Gedichte und literarische Werke aus dem Lehrbuch der 12. Klasse beschränkte.
Neben der Verbesserung der Kompetenzen von Lehrkräften im Bereich der Testerstellung ist es äußerst wichtig, die Lehr- und Lernmethoden so zu verändern, dass die Schüler den neuen Anforderungen gerecht werden. Die Vermittlung konkreter Inhalte sollte durch die Vermittlung des „Wie“ ersetzt werden, damit die Schüler selbstbewusst mit unbekannten Inhalten umgehen können.
Gleichzeitig bedarf die Förderung von Lesegewohnheiten bei Schülern und die Stärkung der Lesekultur größerer Aufmerksamkeit. Dies hilft ihnen nicht nur, ihren Wortschatz, ihre Sprachkenntnisse und ihre Schreibfähigkeiten zu verbessern – was ihrem Literaturstudium zugutekommt –, sondern ist auch entscheidend für die Entwicklung der im Allgemeinen Bildungsprogramm 2018 geforderten Fähigkeiten und Kompetenzen.
Quelle: https://danviet.vn/doi-moi-triet-de-day-hoc-va-kiem-tra-danh-gia-ngu-van-20240810062610304.htm







