Die US-Wahlen gehen in die Endphase: Harris übernimmt die Führung.
•21/10/2024
US-Vizepräsidentin Kamala Harris und Ex-Präsident Donald Trump stehen vor einem langen Wahlkampf, denn es sind nur noch drei Monate bis zum Wahltag. Es zeichnen sich positive Anzeichen für Harris ab.
US-Präsidentschaftswahlen: Es gibt positive Anzeichen für Kandidatin Harris.
Ex-Präsident Donald Trump und Vizepräsidentin Kamala Harris – Foto: AFP
Sowohl Harris als auch Trump wissen, dass die nächsten drei Monate ein entscheidender Wettlauf sind, der darüber entscheidet, wer 2025 ins Weiße Haus einziehen wird. Beide stehen jedoch vor einem langen Wahlkampfprogramm mit Kundgebungen in den umkämpften Bundesstaaten und der Präsidentschaftsdebatte Anfang September.
Harris liegt in drei umkämpften Bundesstaaten vor Trump.
Laut einer Umfrage der New York Times vom 10. August führt Vizepräsidentin Harris in wichtigen Swing States wie Michigan, Wisconsin und Pennsylvania vor Präsident Trump. Diese Staaten gelten als Swing States, weil dort ein erbitterter Kampf zwischen den beiden Kandidaten erwartet wird, der über den Wahlausgang entscheiden wird. Die von der New York Times in Zusammenarbeit mit dem Siena College durchgeführte Umfrage begann am 5. August mit fast 2.000 registrierten Wählern und umfasste mehrere Fragen, darunter: „Wenn die Präsidentschaftswahl 2024 heute stattfinden würde, wen würden Sie wählen: Kamala Harris oder Donald Trump?“ Die Ergebnisse zeigen, dass Harris in diesen drei Staaten mit vier Prozentpunkten vor Trump liegt (50 % gegenüber 46 %) – ein durchaus respektabler Vorsprung angesichts der vorherigen Lage. Im Mai, noch vor Präsident Joe Bidens desaströsem Auftritt in der Debatte im Juni gegen Trump, zeigten Umfragen der New York Times/Siena College in den drei Staaten, dass der amtierende Präsident gleichauf mit seinem Herausforderer lag oder sogar hinter ihm zurückblieb. Laut einer Umfrage der New York Times/Siena College stieg Harris' Zustimmungswert unter registrierten Wählern in Pennsylvania im Vormonat um zehn Prozentpunkte. Wähler in den drei umkämpften Bundesstaaten hielten Harris zudem für intelligenter und charakterlich besser geeignet, das Land zu regieren als Trump. Zu ihnen gehörte Les Lanser, ein pensionierter Republikaner aus Michigan, der erwog, Harris im November zu unterstützen, obwohl er mit einigen Positionen der Demokraten nicht einverstanden war. Er erklärte jedoch, er könne Trumps respektloses und inakzeptables Verhalten nicht tolerieren.
Die Zustimmungswerte der beiden Kandidaten von links nach rechts (niedrig, mittel, hoch) – Quelle: The Economist. Übersetzung ins Vietnamesische: DUY LINH – Grafik: N.KH.
Der Iran hat die Straße von Hormuz erneut blockiert.Am 19. Juni verhängte der Iran erneut eine Blockade über die Straße von Hormus. Als Gründe nannte er Israels Weigerung, seine Streitkräfte aus dem Südlibanon abzuziehen, und die anhaltende Präsenz US-amerikanischer Truppen in der Region.
Nach Bidens Rückzug aus dem Rennen am 22. Juli entbrannte ein politischer Wirbelsturm, der dazu führte, dass Harris die Führung übernahm. Die Umfrage der New York Times/Siena College kann als erster verlässlicher Indikator für die Wählerstimmung nach dem Führungswechsel in der Demokratischen Partei gelten. Sie zeigt auch erste positive Anzeichen für Harris' Kampagne nach über drei Wochen Einsatz, darunter eine 50-Millionen-Dollar-Werbekampagne. Die Umfrage offenbart jedoch auch Harris' Schwächen. Wähler bevorzugten Trump, als sie gefragt wurden, wer ihrer Meinung nach besser mit Wirtschafts- und Einwanderungsfragen umgehen würde, die weiterhin zentrale Themen im Präsidentschaftswahlkampf sind. Gleichzeitig sollte Harris' Aufstieg mit Vorsicht betrachtet werden, da niemand weiß, wie lange dieser Trend anhalten wird. Laut der New York Times gewinnen Kandidaten in den Tagen und Wochen nach der Bekanntgabe ihres Vizepräsidentschaftskandidaten typischerweise einige Prozentpunkte hinzu. Harris wählte den Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, am 5. August, als die Wähler auf die Umfragen der New York Times/Siena College reagierten. Für Trump war Harris' Aufstieg ein Weckruf, der ihm die Notwendigkeit signalisierte, schnellstmöglich eine neue Botschaft und Strategie zu finden. Laut NPR hat der Wechsel der Vizepräsidentschaftskandidatin der Demokraten Trump und sein Wahlkampfteam überrascht. Zuvor hatten sie ihre Angriffe auf Biden und die Politik der Demokraten konzentriert. Diese Strategie hatte sich als erfolgreich erwiesen, und das Attentat in Pennsylvania hatte Trump in vielen Umfragen einen Vorsprung verschafft. Seit Harris' Einstieg ins Rennen hat Trumps Wahlkampfteam jedoch einige Zeit gebraucht, um herauszufinden, welche Aspekte es bei Angriffen auf seinen Gegner hervorheben soll. Eine Umfrage der New York Times/Siena College zeigte, dass der amtierende Vizepräsident nicht dasselbe Unbehagen auslöste wie Biden. In diesem Zusammenhang führten Trumps kontroverse und irreführende Aussagen über Harris' Vergangenheit dazu, dass er bei den Wählern an Zustimmung verlor. Für Rennfahrer sind die Kurven entscheidend und bestimmen, wer als Erster die Ziellinie überquert. Wie zwei erfahrene Rennfahrer verstehen sowohl Trump als auch Harris dies genau und wissen, dass ein überhastetes Vorgehen zu Fehlern führt, die ihre Gegner ausnutzen können.
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