| Ho-Chi-Minh -Stadt hat Pläne zur Umsetzung von 11 TOD-Projekten (Transit-Oriented Development) entlang der U-Bahnlinie und der Ringstraße 3 angekündigt. |
Laut dem überarbeiteten Masterplan für Ho-Chi-Minh-Stadt bis 2040 mit einer Vision bis 2060 plant die Stadt die Entwicklung zahlreicher TOD-Standorte (Transit-Oriented Development). Entlang der U-Bahnlinie und des dritten Rings sollen in naher Zukunft elf solcher Standorte realisiert werden, wobei spezifische Mechanismen und Richtlinien zum Einsatz kommen sollen.
Herr Bui Xuan Cuong, stellvertretender Vorsitzender des Volkskomitees von Ho-Chi-Minh-Stadt, erklärte, dass die Stadt mit über 10 Millionen Einwohnern eine rasche, harmonische, vernetzte und synchronisierte Infrastrukturentwicklung im Bereich Verkehr und Stadtplanung erfordere. Insbesondere die Stadtbahn sei als Hauptachse und Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs identifiziert worden, die die sozioökonomische Entwicklung ankurbeln und die nachhaltige Entwicklung von Ho-Chi-Minh-Stadt gewährleisten solle.
Zu diesem Thema erklärte Herr Nguyen Anh Tuan, Leiter der Abteilung für Technisches Infrastrukturmanagement (Bauamt), dass die Stadt ein System von Satellitenstädten aufbaut und entwickelt, die mit Wirtschaftskorridoren und Hauptachsen verbunden sind. Gleichzeitig wird die Umsetzung des TOD-Modells (Transit-Oriented Development) im Rahmen der Stadterneuerung beschleunigt. Das potenzielle Landpotenzial für die Entwicklung nach diesem Modell in Ho-Chi-Minh-Stadt umfasst derzeit rund 32.000 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche und Brachland, das die bestehende Bevölkerung kaum oder gar nicht beeinträchtigt; etwa 9.000 Hektar Industrie- und Produktionsflächen sowie Flächen, die sich in der Umnutzung befinden; und 23.000 Hektar Land, das für die Sanierung im Rahmen von TOD in bestehenden, sanierten oder aufgewerteten Wohngebieten oder bestehenden Funktionszonen vorgesehen ist. Die Stadt nutzt einen speziellen Mechanismus, um alle Einnahmen aus den TOD-Gebieten (Transit-Oriented Development) für die Entwicklung von Stadtbahnsystemen, öffentlichen Verkehrssystemen und der dazugehörigen technischen Infrastruktur zu verwenden.
Die Nationalversammlung hat die Resolution Nr. 188/2025/QH15 zur Erprobung verschiedener Mechanismen und Richtlinien für den Ausbau der städtischen Schienennetze in Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt verabschiedet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem TOD-Modell (Transit-Oriented Development) entlang der U-Bahn-Linien und Ringstraßen. Laut dem Entwicklungsplan für das städtische Schienennetz wird Ho-Chi-Minh-Stadt in den nächsten zehn Jahren in den Bau und die Fertigstellung von sieben U-Bahn-Linien mit einer Gesamtlänge von 355 km investieren. Die vorläufigen Gesamtinvestitionen für diese Phase belaufen sich auf rund 40,2 Milliarden US-Dollar. Bis 2045 soll das Netz auf 510 km erweitert werden. Die geplanten U-Bahn-Linien sollen ihre unterirdische Streckenlänge erhöhen, um Ausgleichskosten zu reduzieren, den Bau zu beschleunigen und den unterirdischen Raum effizienter zu nutzen. Dies wird mit einer Stadterneuerung nach dem TOD-Modell kombiniert.
„Die Stadt kann TOD-Projekte (Transit-Oriented Development) an einigen Standorten erproben und dann aus den Erfahrungen lernen, um das System der Mechanismen und Richtlinien zu verfeinern… Gleichzeitig sollte sie die Stadtplanung und -gestaltung rund um Bahnhöfe überprüfen und anpassen, Landreserven ausweisen und die funktionale Zonierung anpassen, um die Effizienz der Landnutzung und die Integration zu verbessern“, sagte Herr Nguyen Anh Tuan.
Dr. Nguyen Hoang Tung, stellvertretender Leiter des TOD-Teams im Rahmen des Programms „Grüne Infrastruktur und Städte“ (FCDO GCIP), stützte sich auf internationale Erfahrungen in der Planung und Umsetzung des TOD-Modells und erklärte, dass die Schritte zur Schaffung eines vollständigen TOD-Modells – Planung, Entwurf, Investition, Bau und Betrieb – in jeder Phase eng mit Eisenbahnen und Stadtgebieten verknüpft sind. Jedes Land verfolgt ein anderes TOD-Entwicklungsmodell. „Komplexe Institutionen und administrative Verfahren stellen große Hindernisse bei der Umsetzung von TOD dar. Das Ziel, TOD entlang stark frequentierter Personenverkehrskorridore zu entwickeln und eine Kette von TOD-Zonen in Ho-Chi-Minh-Stadt zu schaffen, wird eine große Herausforderung sein. Die Stadt benötigt innovative Lösungen, die sich umgehend auf die TOD-Planung auf Bahnhofsebene konzentrieren“, so Dr. Tung.
Laut Bui Xuan Cuong, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Volkskomitees von Ho-Chi-Minh-Stadt, ist die stadtverträgliche Stadtentwicklung (TOD – Transit-Oriented Development) ein relativ neues Feld, insbesondere für Ho-Chi-Minh-Stadt, aber auch für Städte in Vietnam im Allgemeinen. Ho-Chi-Minh-Stadt benötigt dringend Unterstützung in Form von Wissen, Technologie und Erfahrung, um Investitionskapital von internationalen Partnern zu mobilisieren und so den Übergang vom traditionellen Stadtbahnbaumodell zur Integration von TOD zu ermöglichen. Aktuell befindet sich die Stadt in der Phase der Schaffung des rechtlichen Rahmens, der Finanzplanung und der Entwicklung von Strategien zur Gewinnung strategischer Investoren.
„Die Stadt strebt eine synchronisierte und integrierte Verkehrs- und Stadtplanung an. Die Stadtbahn muss zum Rückgrat des öffentlichen Personennahverkehrsnetzes werden und so zusätzliche Impulse für eine nachhaltige sozioökonomische Entwicklung der Stadt setzen“, bekräftigte Herr Cuong mit Blick auf die TOD-Strategie (Transit-Oriented Development) der Stadt.
Quelle: https://thoibaonganhang.vn/tp-ho-chi-minh-phat-trien-tod-lam-dong-luc-thuc-day-kinh-te-xa-hoi-161382.html







