Laut Bloomberg wird am 15. und 16. August eine hochrangige US-Delegation unter der Leitung von Staatssekretär Brent Neiman im Finanzministerium Gespräche mit ihren chinesischen Kollegen im Rahmen der US-amerikanisch-chinesischen Finanzarbeitsgruppe führen. Dieser Mechanismus wurde letztes Jahr von beiden Seiten eingerichtet. Die US-Delegation wird voraussichtlich mit dem Vizegouverneur der Chinesischen Volksbank (PBoC), Xuan Changneng, und weiteren hochrangigen chinesischen Beamten zusammentreffen.

Vor seiner Abreise aus den USA erklärte Brent Neiman, dass die US-Seite mit diesem Treffen Konsultationen zur Finanzstabilität fördern, Fragen im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Daten, Kreditvergabe und Zahlungen, die Bemühungen des Privatsektors zur Förderung der Finanztransformation sowie konkrete Schritte, die die beiden Länder zur Verbesserung des Informationsaustauschs angesichts von Finanzkrisen unternehmen könnten, erörtern wolle.
Die Vereinigten Staaten und China einigten sich im Juli 2023 während des Besuchs der US-Finanzministerin Janet Yellen in Peking auf die Einrichtung einer Finanzarbeitsgruppe. Diese dient als regelmäßiger Kommunikationskanal zwischen den beiden führenden Volkswirtschaften der Welt und hat zum Ziel, angesichts zunehmender bilateraler Handelsspannungen die wirtschaftliche Stabilität zwischen den USA und China zu wahren. Dies war die fünfte Dialogrunde der Finanzarbeitsgruppe und die zweite, die in China stattfand. Beobachter gehen davon aus, dass der Dialog zwischen der US-amerikanisch-chinesischen Finanzarbeitsgruppe die Perspektiven US-amerikanischer Unternehmen sowie die bilateralen Beziehungen positiv beeinflussen wird.
Der Dialog findet vor dem Hintergrund einer sich zunehmend verschärfenden Spirale aus steigenden Zöllen und Vergeltungsmaßnahmen zwischen den beiden führenden Volkswirtschaften der Welt statt. Laut einer Mitteilung des US-Handelsbeauftragten haben die USA mit Wirkung zum 1. August die Zölle auf Importwaren aus China im Wert von 18 Milliarden US-Dollar deutlich erhöht. Betroffen sind unter anderem Batterien für Elektrofahrzeuge, Computerchips und Medizinprodukte . Washington behielt zudem die 2018 unter Präsident Donald Trump eingeführten Zölle auf chinesische Produkte im Wert von 300 Milliarden US-Dollar bei. Auch Peking hat Vergeltungsmaßnahmen ergriffen und bestimmten US-Unternehmen neue Import-, Export- und Investitionstätigkeiten mit Bezug zu China untersagt. Zuletzt deutete Peking an, eine vorübergehende Erhöhung der Zölle auf importierte Automobile mit großvolumigen Motoren aus den USA und der Europäischen Union in Erwägung zu ziehen.
THANH HANG
Quelle: https://www.sggp.org.vn/my-trung-doi-thoai-kinh-te-post753949.html







