Wenn aber kein Vorschlag unterbreitet wird und alles so bleibt, wie es ist, ist das derzeitige Zulagenniveau (das seit 2011 gilt) nach zahlreichen Erhöhungen des Grundgehalts und der jährlichen Inflation unvorstellbar geworden.
Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass die Pauschale für besondere Operationen für den Chefchirurgen und den Chefanästhesisten/Anästhesisten lediglich 280.000 VND beträgt, für Operationen des Typs 1 reduziert sich diese Pauschale auf 125.000 VND und für Operationen des Typs 3 beträgt die Pauschale nur noch 50.000 VND.
Die Bereitschaftszulage beträgt in Krankenhäusern der Stufe 1 und der Sonderstufe 115.000 VND (24/7-Bereitschaftsdienst), in Krankenhäusern der Stufe 2 hingegen 90.000 VND. In anderen Krankenhäusern beträgt die Zulage 60.000 VND pro Nacht Bereitschaftsdienst, in kommunalen Gesundheitsstationen hingegen nur 25.000 VND.
Ein Arzt eines Zentralkrankenhauses in Hanoi berichtete, dass alle Ärztinnen seiner Abteilung in Privatkliniken gewechselt seien. Dadurch seien nur noch männliche Ärzte übrig, da das Krankenhaus im 4/1-Schichtsystem arbeite, also alle vier Tage eine Nachtschicht habe. Diese Nachtschichten seien für Notfälle vorgesehen, was die Ärzte die ganze Nacht über beschäftige und sie bis zum nächsten Tag völlig erschöpfe, während die Zulage lediglich 115.000 VND betrage.
Viele halten diese Zulage für unangemessen, doch sie ist seit 13 Jahren unverändert. Jetzt, da das Grundgehalt erhöht wurde und Ärzte und Pflegekräfte eine leichte Gehaltserhöhung erhalten haben, gibt es eine gute Nachricht: Auch die Rufbereitschaftszulage soll bald angehoben werden.
Für finanziell unabhängige Krankenhäuser gestaltet sich die Finanzierung dieser Gehaltserhöhung jedoch äußerst schwierig. Zum 1. Juli stieg das Grundgehalt um 30 %, die Krankenhausgebühren blieben aber unverändert. Ein Krankenhaus mit 4.000 Ärzten und Pflegekräften berichtete, allein im Juli zusätzlich 12 Milliarden VND für Gehaltserhöhungen ausgegeben zu haben. Weitere 12 Milliarden VND kamen im August hinzu, und so weiter, während die Einnahmen gleich blieben.
Wie steht es um die Qualität der Gesundheitsversorgung in Vietnam? Alle sind sich einig, dass die Krankenhäuser überfüllt sind, es zu wenige Krankenschwestern gibt und, obwohl die Ärzte erfahren sind, viele Patienten sich Betten teilen müssen und Untersuchungen mit langen Wartezeiten verbunden sind.
Um dieses Problem zufriedenstellend zu lösen, sind eine Einkommensreform und die Unterstützung öffentlicher Krankenhäuser bei den Anfangsinvestitionen notwendig. Daher findet der Vorschlag zur Erhöhung der Ärztevergütungen Beachtung, doch wann wird diese Erhöhung erfolgen und woher sollen die Mittel kommen?
Quelle: https://tuoitre.vn/bac-si-truc-115-000-dong-ca-va-nhung-vuong-mac-kho-giai-20240807103001314.htm







